Ohle GmbH & Co. KG – Interview mit Christian Ohle 3.94/5 (107)

| Juli 25, 2016 | Hersteller Interviews
Christian Ohle Infrarotheizung

(Bild: Christian Ohle und Katja Ohle – Geschäftsführer der Ohle GmbH & Co. KG)

Herr Ohle, bitte stellen Sie sich und das Unternehmen Ohle GmbH & Co. KG zunächst unseren Lesern vor.

Christian Ohle: Wir sind die OHLE GmbH & Co. KG und sitzen im schönen Hamburg direkt an der Alster. Meine Frau und ich sind nun schon seit 2004 mit viel Engagement und Liebe in der Infrarot-Branche.
Was im Jahre 2004 mit einer Bildheizung in unserer eigenen Wohnung begann, um zusätzlichen Wärmebedarf im Wohnzimmer abzudecken, entwickelte sich bis heute zu unserer Liebe und Leidenschaft, das Produkt Infrarotheizung weltweit auf dem Markt zu etablieren.

Es fing bei uns genauso an, wie bei den meisten Interessenten heute, die dann Kunden werden. Über eine Heizung oder einen Test. Auch uns war im Jahr 2004 die Infrarotheizung vorher nicht bekannt. Was mich faszinierte, war, dass ich eine Heizung als Bild an der Wand nutzen kann. Meine Frau, die aus der Baubranche kommt, und eher technisch orientiert ist, hatte sofort die Funktionsweise dieser Heizung verinnerlicht. Diese Symbiose aus unseren beiden unterschiedlichen Herangehensweisen haben wir dann genutzt und ich habe einfach losgelegt, zu verkaufen. Meine Frau hat dann die Rechnungen geschrieben.

Damals war der Markt im Gegensatz zu heute noch sehr klein. Es gab auch nur eine Handvoll Hersteller. Redwell gefiel uns am besten, auch durch persönliche Kontakte, die wir zu Redwell hatten. Mittlerweile hat sich der Markt verändert, er wächst stetig, und die Anforderungen sind heute andere als noch vor 10 Jahren. Um den Interessenten heute mehr Auswahl bieten zu können, werden sich die Händler meiner Meinung nach künftig öffnen müssen und mehrere gute Produkte anbieten müssen, um den Kunden zu halten.
Mit der eigenen Herstellung unserer Heizungen können wir wesentlich schneller agieren und unsere Ideen für künftiges Wachstum voll in den Markt einbringen. Dies war uns vorher nur bedingt möglich. Das ist der Grund für den Umstieg.

Sie produzieren nun Ihre eigenen Infrarotheizungen. Wie unterscheiden sich diese von den Redwell-Produkten?

Christian Ohle: Zu erst einmal preislich. Wir haben eine Bandbreite in unserem Sortiment, in der jeder Kunde sich vom Budget her wiederfinden dürfte.

OHLE-Easy-700

Das Sortiment ist etwas straffer gehalten, weil wir eben für den Kunden auch genau das anbieten wollen, was wirklich stark nachgefragt wird. Was mir im Speziellen einfällt, ist unsere neue Tafelheizung: rahmenlos und emailliert, eine technische Meisterleistung. Sie repräsentiert unseren hohen Qualitätsanspruch.

Dazu bieten wir auf Option für den Kunden bis zu 10 Jahren Garantie an, das ist einzigartig auf dem Markt.

Und wir fertigen zu 100% in Deutschland.

OHLE-Easy-Bildheizung-600

Ihre Meinung zum PANEIA Industriestandard?

Christian Ohle: Alle Bestrebungen, Verbände zu haben und einheitliche Standards zu etablieren, begrüße ich auf das Außerordentlichste. Mit ein Grund, warum wir künftig in diesen Verbänden mitarbeiten werden.
Wir wollen erreichen, dass Heizen mit Infrarot Standard in Gebäuden wird und die Infrarotheizung im Jahr 2030 einen Marktanteil von 20% in der Heizungsbranche hat. Insofern haben wir alle viel zu tun und sollten das gemeinsam anpacken, anstatt (wie heute leider immer noch üblich in der Branche) gegeneinander zu agieren.

Wie zeichnet sich ein guter Berater für Infrarotheizungen aus?

Christian Ohle: Ein guter Berater bringt alle Voraussetzungen eines guten Verkäufers mit sich. Er weiß, wovon er spricht, stülpt dieses Wissen aber dem Kunden nicht über. Sprich: er fragt viel mehr, als zu erzählen. Er geht auf die Wünsche des Kunden ein, die er vorher herausgefunden hat. Dazu sollte er einfach ein Sympathieträger sein, dann fällt der Verkauf noch leichter. Er sollte konzentriert sein, seine Ausrüstung im Griff haben, Fakten bringen und den Kunden als Mensch sehen und beraten. Und er darf keinesfalls den Wettbewerb schlecht machen, so etwas gehört sich nicht!

Wie ich sehe ist die Ohle GmbH & Co. KG im Ausland wie Südkorea, England, Italien, Spanien, Kanada, Mexiko und sogar auch in Südafrika aktiv. Nennen Sie uns 3 Ihrer wichtigsten Erkenntnisse im Auslandseinsatz.

Christian Ohle: Für das Auslandsgeschäft sind mehr Geduld, Zeit und Nachsicht gefragt. Wie heisst es doch so schön? Andere Länder, andere Sitten. Daneben, die Sprachen zu beherrschen, bedeutet dies oft viel Feingefühl. Die Erwartungen nicht so hoch ansetzen, ist ratsam. Manches braucht eben Zeit. Dazu kommt, dass im Ausland die Infrarotheizung noch weniger bekannt ist als in Deutschland. Aber daran arbeiten wir ja, dass sich dies ändert.

Olé! Ab sofort finden Sie OHLE Heizungen auch auf Mallorca exklusiv in Ses Salines bei der Firma Franz Stuckmann…

Posted by OHLE GmbH & Co. KG on Mittwoch, 18. Oktober 2017

Was wird es in Zukunft von Ohle Infrarotheizungen zu bestaunen geben?

Christian Ohle: Wir werden am Ohr des Marktes sein, sprich bei den Kunden. Und das Sortiment so erweitern, wie es nötig ist. Wir sind uns ganz sicher, dass wir den Markt künftig noch mehr prägen werden, als wir es schon in der Vergangenheit getan haben. Nicht zuletzt durch PR und Fernseh-Werbung. Lassen Sie sich einfach überraschen und verfolgen Sie gerne die Entwicklung. Wir haben viel vor!

 

Was machen Sie eigentlich im Sommer?

Christian Ohle: Da verkaufen wir Infrarotheizungen. Und gehen, wie viele Menschen, auch mal ein Eis essen. Im Ernst: das Geschäft ist schon noch ein Saison-Geschäft, aber zu tun gibt es genug und Zeit zu haben, im Büro Ideen zu entwickeln – das ist ganz wichtig für die Bekanntheit der Infrarotheizung in Zukunft.

Frank Noack: Vielen Dank, dass Sie sich für ein Interview Zeit genommen haben, Herr Ohle.


Ohle Logo

Ohle GmbH & Co. KG
Mittelweg 10
20148 Hamburg
http://www.elektroheizung.com


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