Nachtspeicherheizung durch Infrarotheizung ersetzen bzw. austauschen 5/5 (1)

| August 22, 2018 | Installation & Montage, Nachtspeicherheizung
Alter Nachtspeicher

In vielen deutschen Haushalten ist sie noch zu finden, obwohl sie ihre Zeit längst überdauert hat: Die Nachtspeicherheizung. Die veralteten Nachtspeicheröfen sind unflexibel, bieten selten ein ansprechendes Erscheinungsbild und verbrauchen eine Menge Strom. Vor allem die hohen Betriebskosten sind vielen Betreibern ein Ärgernis und Grund genug, darüber nachzudenken, die überkommenen Nachtspeicheröfen auszutauschen und auf Infrarotheizung umzurüsten. Hinzu kommt, dass Wohneinheiten, die mit einer Nachtstromspeicherheizung ausgestattet sind, als weniger attraktiv gelten und das wirkt sich auf den Wiederverkaufswert der Immobilie aus.

Die Umrüstung von Nachtspeicherheizung auf Infrarot kann hier eine praktikable, wirtschaftlich sinnvolle Lösung sein. Zusätzlich bieten Ihnen die langlebigen Infrarot-Module viele weitere Vorteile. Ihre alte Nachtspeicherheizung durch eine moderne Infrarotheizung zu ersetzen, gibt Ihnen nicht nur die Möglichkeit, langfristig Kosten zu sparen, Sie profitieren außerdem von der effizienten und gesunden Wärmewirkung der Infrarotstrahlung. In welchen Fällen sich der Umstieg besonders lohnt und mit welchen Kosten zu rechnen ist, wenn Sie Ihre Nachtspeicherheizung gegen Infrarot tauschen möchten, erfahren Sie hier.

Nachtspeicher gegen Infrarot ersetzen

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Veraltete Technik: Darum sollten Sie Ihre Nachtspeicherheizung austauschen

In den 1950er Jahren als saubere, preiswerte Alternative zu Kohleöfen und Ölheizungen eingeführt, galt die Nachtspeicherheizung lange Zeit als durchaus praktikable Heizlösung, da sie mit vergünstigtem Nachtstrom betrieben werden konnte. Das kam auch den Energieanbietern zugute, da so in Schwachlastzeiten eine höhere Nachfrage entstand. Entsprechende Förderprogramme machten den Einsatz von Nachtspeicheröfen zusätzlich attraktiv. Inzwischen haben sich diese Pluspunkte weitgehend relativiert. Seit 2007 wird der sogenannte Niedertarifstrom genauso hoch besteuert wie Hochtarif- oder Tagstrom, zudem sind die Strompreise seit der Liberalisierung des Energiemarktes stetig gestiegen. Dazu kommt, dass Niedertarifstrom in Deutschland nicht mehr allerorts flächendeckend zur Verfügung steht. Das macht den Betrieb des Nachtspeicherofens zur kostenintensiven Angelegenheit, denn die Speicherheizungen sind echte Stromfresser. Lesen Sie auch hier: Verbot der Nachtspeicherheizung.

Fussbodenheizung Alternative
Vor der Umrüstung mit altem Nachtspeicher im Schlafzimmer
Infrarotheizung Schlafzimmer Altbau
Nach der Umrüstung auf Infrarot Heizung

Das ehemals nützliche Funktionsprinzip ist heute ein weiterer großer Nachteil der alten Nachtstromspeicherheizung: In der Nacht, wenn das Stromnetz weniger ausgelastet ist, wird der Wärmespeicher der Heizung mithilfe elektrischer Energie aufgeheizt. Tagsüber wird diese Wärme dann, über einige Stunden verteilt, wieder abgegeben. Das bedeutet, die Nutzer müssen den Wärmebedarf für den nächsten Tag planen oder sich auf den Außentemperaturfühler verlassen, damit die Heizung über Nacht genug Wärme aufnimmt, um die Räumlichkeiten angemessen zu beheizen. Wird zu knapp kalkuliert, sitzen die Bewohner in schlecht beheizten Räumen, spontanes Nachheizen ist nicht möglich. Ist es tagsüber doch wärmer als angenommen, bleibt nur, die überschüssige Wärme durchs offene Fenster entweichen zu lassen. Dieser Mangel an Flexibilität ist nicht nur unkomfortabel, sondern auch unwirtschaftlich.

Weitere Gründe für einen Ersatz der alten Nachtspeicher:

  • Optik und Abmessung: Gerade ältere Modelle werden in modern eingerichteten Räumlichkeiten oft als störend empfunden. Zudem nehmen die klobigen, sperrigen Heizkörper viel Platz in Anspruch.
  • Schadstoffbelastung: Alte Nachtspeicheröfen können mit schädlichen Stoffen, wie Asbest, PCB oder Chromat belastet sein, die sich negativ auf die Gesundheit auswirken.
  • Heizung mit Konvektionswärme: Die Speichersteine in den Nachtspeicherheizungen heizen die Luft auf, die warme Luft steigt nach oben und in Bodennähe bleibt es kalt. Das ist ineffizient, denn dadurch ist eine höhere Temperatur erforderlich, damit die Räumlichkeiten angenehm warm werden. Außerdem wird die Luft trocken und es entsteht ein unangenehmes Raumklima. Die in Bewegung versetzte Luft kann Staubpartikel aufwirbeln, wodurch die Atemwege belastet werden. Insbesondere für Allergiker und Asthmatiker kann das zum Problem werden.
  • Geringerer Wiederverkaufswert: Alte Nachtspeicherheizungen gelten als unattraktiv und können den Wiederkaufswert der Immobilie beeinträchtigen.
  • Hoher Kostenvorteil: Eine ökonomischere Heizlösung bedeutet vor allem: geringere Betriebskosten. Mit einer energieeffizienten Infrarotheizung können bis zu 30 % Stromkosten pro Jahr gespart werden.

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Lebenszeit überschritten? Nachtspeicherheizung muss raus!

In Altbauwohnungen und -häusern finden sich auch heute oft noch Nachtspeicher-Heizkörper, die 25 Jahre oder älter sind. Haben Ihre alten Nachtspeicheröfen ihre Lebenszeit überdauert, sollten Sie sich mit dem Gedanken anfreunden, die Nachtspeicherheizung auszutauschen und auf Infrarot umzurüsten. Denn die veralteten Heizkörper sind nicht nur ineffizient, sie stellen auch ein Risiko für Ihre Gesundheit dar. Geräte, die vor 1984 gebaut wurden, enthalten in vielen Fällen Asbest, vor 2000 wurden häufig polychlorierte Biphenyle (PCB) verwendet, beide Stoffe sind krebserregend. Fast alle Heizsteine enthalten außerdem giftiges Chromat. In unserer Checkliste erfahren Sie, welche Schritte und Kostenfaktoren hier zu berücksichtigen sind.

Nachtspeicherheizung ersetzen – Kosten und Aufwand für die Entsorgung

Nachtspeicherofen demontieren, abtransportieren und entsorgen lassen Sobald die Speicherheizung vom Stromnetz getrennt und ggf. von der Wand genommen worden ist, muss der Wärmespeicher ausgebaut werden. Die Speichersteine gelten als Bauschutt, das Heizungsgehäuse mit zugehöriger Elektronik muss gemäß Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG) bei der zuständigen regionalen Abgabestelle für Elektroschrott abgegeben werden.
Beauftragen Sie einen Fachbetrieb, fallen für Anfahrt, benötigte Arbeitszeit, Rückbau der Elektrik, Abtransport von Bauschutt und Elektroschrott zzgl. Entsorgungsgebühr des jeweiligen Abnehmers etwa 100 bis 250 Euro pro Heizkörper an.
Nachtspeicherheizung selbst demontieren und entsorgen Wenn sicher ist, dass die Heizkörper schadstofffrei sind, können Sie die Entsorgung auch selbst übernehmen. Beachten Sie aber, dass hier ein fachgerechtes Abklemmen der Elektrik erforderlich ist und die Heizsteine bis zu 300 kg wiegen können. Auch hier ist eine geringe Entsorgungsgebühr beim Abnehmer zu entrichten.
Schadstoffbelastete Nachtspeicher gemäß TRGS entsorgen Sind Ihre Heizkörper mit PCB, Asbest oder anderen gesundheitsschädlichen Substanzen belastet, was gerade bei älteren Geräten sehr häufig der Fall ist, müssen sie gemäß den technischen Regeln für Gefahrenstoffe (TRGS) entsorgt werden und das sollte unbedingt ein entsprechender Fachbetrieb übernehmen. Die Heizkörper werden dabei meistens luftdicht abgeklebt, verpackt und mittels einer Kran- oder Hubvorrichtung in einem Stück entfernt. In Einzelfällen werden die Nachtspeicher auch vor Ort in einem Unterdruckzelt demontiert und anschließend entsorgt. Demontage, Abtransport und Entsorgung belasteter Speicheröfen kann bis zu 350 Euro pro Heizelement kosten.
Renovierung von Wand und Fußboden Die ehemaligen Standorte der alten Heizelemente sehen nach der Demontage meist nicht besonders schön aus. Daher ist es ratsam, beim Nachtspeicher-Umrüsten Kosten für Renovierungsmaßnahmen einzukalkulieren.
Nachtspeicher gegen Infrarot tauschen Unser Tipp: Viele Anbieter von Infrarotheizung übernehmen auch gleich die Entsorgung der alten Speicherheizungen. Dadurch können Sie beim Ersetzen der Nachtspeicher Kosten sparen. Es lohnt sich deshalb, Angebote verschiedener Unternehmen für eine Umrüstung auf Infrarot zu vergleichen.

Nachtspeicher raus und dann?

Alte Nachtspeicheröfen gegen Infrarotmodule tauschen – wann sich ein Wechsel besonders lohnt

Besonders in Altbauten, in denen die alten Speicherheizungen noch häufig anzutreffen sind, fehlen oft die nötigen Voraussetzungen, um einfach vom Nachtspeicher auf ein konventionelles Heizsystem umzurüsten. Hohe Kosten und aufwendige Umbaumaßnahmen sind erforderlich, um Gebäude nachträglich mit den notwendigen Anschlüssen und Rohrleitungen für Öl oder Gas auszustatten. Ein Heizungs- oder Kellerraum für Heizkessel oder Ölwanne steht oft nicht zur Verfügung.

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Hier bietet sich eine Infrarotheizung als praktikable Lösung an. Von alten Nachtspeicheröfen auf Infrarot zu wechseln, ist mit geringeren Kosten und weniger Aufwand verbunden, als die Installation eines klassischen Heizsystems. Bei IR-Heizungen, die an der Wand oder Decke montiert werden, sind entsprechende gebrauchsfertige Vorrichtungen meist schon dabei. Ein geübter Handwerker benötigt für die Montage etwa 5 bis 30 Minuten pro Gerät. Viele Modelle kommen mit einem Schuko-Stecker und können einfach über die Steckdose mit Strom versorgt werden. Ein Elektriker ist erst dann erforderlich, wenn die Heizung direkt ans Stromnetz angeschlossen werden soll. Hochwertige Infrarotmodule in einfacher Ausführung mit 600 Watt Leistung sind bereits ab 360 Euro erhältlich. Senden Sie uns gern eine Anfrage mit Ihren individuellen Wünschen.

https://infrarotarena.com/magazin/p/3107/infrarotheizung-verbrauch-strom-kosten-berechnen/

Mit einer modernen Elektroheizung überholte Nachtspeicher ersetzen und Kosten sparen

Da die Infrarotheizung ebenfalls mit elektrischer Energie arbeitet, können oft sogar die bereits vorhandenen Anschlüsse der Nachtspeicherheizung genutzt werden. Verfügt Ihr Haushalt bereits über zwei getrennte Stromkreise und jeweils einen Zähler für Hoch- und Niedertarifstrom, ist das besonders lohnenswert, denn so können Sie über die Nachtspeicheranschlüsse vergünstigten Heizstrom beziehen. Hier ist allenfalls ein Austausch der Zähler erforderlich. Wird der Niedertarifstrom nicht getrennt bezogen und Sie haben lediglich einen Doppeltarifzähler für NT und HT, ist der Strom generell nur in der Nacht günstiger. Doch auch dann bieten sich Einsparmöglichkeiten. Mit einem programmierbaren Thermostat können Sie Ihre Infrarotheizung so steuern, dass sie die nachtsüber ungenutzten Räumlichkeiten mit günstigerem Niedertarifstrom aufheizt. Die von der Infrarotheizung abgegebene Wärmestrahlung heizt die angestrahlte Materie auf. Fußböden, Wände, Decken und Möbel speichern die Wärme und geben sie langsam an die Umgebung ab. Die gespeicherte Wärme hält viele Stunden vor, sodass tagsüber allenfalls ein kurzes Nachheizen erforderlich ist.

Planen Sie durch das Umrüsten Ihrer Nachtspeicher ohnehin eine größere Sanierung, lohnt es sich, in diesem Rahmen die Installation der Kabel für einen separaten Stromkreis mit einzuplanen, damit Sie in den Genuss des günstigeren Heizstroms kommen können. Weitere Informationen dazu erhalten Sie hier:

https://infrarotarena.com/magazin/p/2788/heizstrom-infrarotheizung/

Die veralteten Nachtspeicheröfen gegen zeitgemäße IR-Heizmodule auszutauschen, birgt zudem erhebliches Einsparpotenzial bei den Betriebskosten: Bei einer Langzeitmessung in der Heizsaison 2014/2015 hat der BVIR festgestellt, dass Infrarotheizungen im Vergleich zu Nachtspeichern wesentlich weniger Energie verbrauchen, um in den untersuchten Gebäuden die gewünschte Wärmewirkung zu erzielen. Bei langwelliger Infrarot-C Strahlung wird eine um zwei bis drei Grad geringere Temperatur benötigt, damit sich die Bewohner wohlfühlen als bei Konvektionswärme, zugleich verteilt sich die Wärme besser im Raum. Außerdem kann die IR-Heizung gezielt eingesetzt werden, da sie sich besser steuern und flexibel regulieren lässt. Die Temperatur kann am Thermostat individuell eingestellt und je nach Bedarf erhöht oder gesenkt werden. Der Thermostat erkennt dann automatisch, ob Heizbedarf besteht. Sobald die Temperatur fällt, wird das Modul aktiviert und beginnt zu heizen. Ist die gewünschte Temperatur erreicht, schaltet sich die Heizung ab und verbraucht keine Energie mehr. Weniger genutzte Räumlichkeiten können gezielt beheizt werden, da sich IR-Heizungen in wenigen Minuten aufheizen und für angenehme Wärme sorgen. Der Vorteil: Die Infrarotheizung heizt nur dann, wenn sie auch heizen soll und verbraucht nur dann Strom, wenn sie aktiv ist. Genau das macht die Infrarotheizung so energieeffizient.

Um dies zu veranschaulichen, haben wir eine Wohnungen mit ähnlichen Gegebenheiten ausgewählt und den Energieverbrauch in kWh sowie die potentiellen Kosten für die Zähler in unseren Verbrauchsrechner übertragen und gegenübergestellt. Die Altbau-Wohnung ist 60 m² groß und wurde von einer Person bewohnt. Eine wurde mit 5 Nachtspeicheröfen beheizt, danach mit mehreren Infrarotpaneelen.

Diagramm Stromverbrauch Nachtspeicher vs. Infrarotheizung
Stromverbrauch Nachtspeicher vs. Infrarotheizung
Anteil des Stromverbrauches mit Infrarot gegenüber Nachtspeicher 52,42%!
Stromkosten Speicherofen vs. Infrarotheizung Altbau
Stromkosten Nachtspeicher vs. Infrarotheizung
Anteil der Stromkosten mit Infrarot gegenüber Nachtspeicher 62,58%!

Und hier die Aufschlüsselung für die alte Nachtspeicherheizung

Verbrauchswerte und Stromkosten des alten ausgetauschten Speicherofens

Und hier die Aufschlüsselung für die neu ersetzte Infrarotheizung

Stromverbrauch der neuen Infrarotheizung im Vergleich zur alten Nachtspeicherheizung im Altbau

Ob die Infrarotheizung eine geeignete Lösung ist, um die Nachtspeicherheizung zu ersetzen, hängt von verschiedenen Faktoren, wie z. B. der Dämmung des Gebäudes, den Gegebenheiten der Räumlichkeiten und dem Wärmebedarf der Bewohner ab und sollte daher im Einzelfall ermessen werden. Wir unterstützen Sie gern bei der Einschätzung und Kalkulation. Nutzen Sie einfach unser Kontaktformular und vereinbaren Sie ein unverbindliches Beratungsgespräch!

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